Wie könnte es anders sein, wir sind die Ersten, welche Entsorgen und den Platz verlassen. Vor uns liegen ca. 225 km. Zuerst ging es einer gute doppelspurige Strasse entlang, durch den 62m langen Tunnel de Légionnaire (er wurde 1927-1928 von Pionieren der Fremdenlegion gebaut deshalb dieser Spitzname) bis dann die Baustellen anfingen. Uns erstaunt immer wieder, wie es die Strassenbauer hinbekommen, eine neue Strasse nicht flach, sondern wellig, gespickt mit Querrinnen etc. zu bauen. Irgendwie freuen wir uns, in Europa wieder auf normaleren Strassen fahren zu dürfen. Doch bis dahin müssen wir hier in Marokko einfach durch und glücklicherweise macht das PhoeniXli tapfer mit.
Unterwegs haben wir noch vollgetankt, denn wir wollen die marokkanischen Dirham los werden. Roger fragte noch nach AdBlue, doch der Tankwart verstand nur "Bahnhof". Was soll's, irgend eine Tankstelle wird das Gewünschte haben.
Wir erleben unterwegs eine schöne Berglandschaft (es sah fast aus wie in unseren Alpen, einfach ohne Kühe und kaum Bäume) bei recht starkem Wind und sehen gegen Schluss der Fahrt noch Berberaffen in einem Zedernwald. Da wir solche Tiere schon x-mal gesehen in freier Wildbahn gesehen haben, verzichten wir auf einen Halt und fahren durch.
Am Stellplatz angekommen, versuchen wir zwischen den Bäumen einen Platz zu finden, was wegen unserer Höhe gar nicht so einfach war. Wir wollten vermeiden, dass die Äste wegen des Windes am PhoeniXli kratzen. Auf dem Areal steht übrigens ein Hotelkomplex, welcher ein Araber bauen lies und wohl ein paar Petro-Dollars liegen lassen musste. Das Hotel selbst wurde jedoch nie eröffnet und gammelt nun vor sich hin, wie übrigens auch der Stellplatz.
Azrou hat eigentlich nichts zu bieten, es ist einfach eine Zwischenstation. Morgen freuen wir uns auf Fes, wir sind gespannt.
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