Von IJsselstein (NL) nach Oberhausen (D)

Deutschland

Nachdem ein grosses Schiff ausgewassert wurde, fahren wir ab in Richtung Oberhausen. Die Fahrt ist wiederum sehr entspannt, keine Staus und keine grossen Baustellen. 

Wir parkieren auf einem Platz direkt neben dem Gasometer. Nach einem kurzen Besuch im Shoppingcenter CentrO (wir merken, Shoppingpaläste sind nicht so unsere Favoriten) besuchen wir den Gasometer. 

Der Gasometer Oberhausen ist ein Industriedenkmal und wird nun als Museum genutzt. Es ist die höchste Ausstellung- und Veranstaltungshalle in Europa. Im Gasometer hat man ein unvergleichliches Raumerlebnis, denn der Innenraum im ehemaligen Gasspeicher ist 117 m hoch. Mit einem Lift kann man auf die Aussichtsplattform im 11. Stock fahren (Sportliche können auch die Treppe erklimmen!) und von oben hat man einen sensationellen Ausblick in alle Richtungen über das westliche Ruhrgebiet.  

Es gibt immer wechselnde Ausstellungen meist mit dem Oberthema Natur, wie z.B. Feuer, Licht, Himmel / Der Berg ruft / Wunder der Natur usw. Aktuell wird im Gasometer eine Ausstellung über den "Planet Ozean" gezeigt. Es hat sehr schöne Bilder, viele Erklärungen und im Liegen kann man eine Videoshow (Unterwasserwelt) auf sich wirken lassen. 


GEISTER DER TIEFE

Fernab der Küsten befindet sich das größte zusammenhängende Ökosystem unseres Planeten: Das offene Meer. Rund 70 Prozent der Erdoberfläche sind von den Wassermassen der Ozeane bedeckt, die Lebensraum einer schier unendlichen Vielfalt von Organismen sind. Vom mikroskopisch kleinen Bakterium bis zum über 30 Meter langen Blauwal bevölkern Millionen von Arten alle Bereiche der Weltmeere.

Unterhalb von 200 Metern beginnt die geheimnisvolle Welt der Tiefsee. Kalt und dunkel ist der lichtlose Raum der Ozeane, der an seiner tiefsten Stelle knapp 11 000 Meter misst. Würde der Mount Everest dort auf dem Meeresgrund stehen, wäre sein Gipfel mit mehr als zwei Kilometern Wasser bedeckt. Lange galten die tieferen Zonen der Meere als unbewohnt und leer. Erst ab den 1960er Jahren erlaubten es verfeinerte Forschungsmethoden, in die ewige Finsternis der Tiefsee einzudringen und eine enorme Artenvielfalt zu entdecken. Die genaue Anzahl der verborgen am Meeresgrund lebenden Organismen ist unbekannt. Denn dieser Bereich unseres Planeten ist bis heute weniger erforscht als der Mond. Etwa fünf Prozent der scheinbar unendlichen Unterwasserwelt wurden bislang untersucht.

Hier trotzen hochspezialisierte Überlebenskünstler extremsten Bedingungen: Das Nahrungsangebot ist spärlich, das Wasser ist eisig kalt, und ein enormer Druck lastet auf den oftmals durchsichtigen Körpern der „Geister der Tiefe".

Viele Bewohner der Tiefsee steigen nachts zur Jagd in höhere Zonen des Meeres auf, wo sie ein besseres Nahrungsangebot vorfinden. Sie sind damit Teil der größten synchronen Wanderbewegung der Erde, wenn es Billionen von Meeresbewohnern im Schutz der Dunkelheit zum Fressen an die Wasseroberfläche zieht. Mit Beginn der Morgendämmerung sinken sie wieder hinab in den sicheren schwarzen Raum der Tiefsee. 




Übernachtung

Oberhausen - CentrO P9-P10

Direkt neben Gasometer (www.geometer.de)

Koordinaten: 51.49254, 6.870244
Position auf Google Maps